Innovationspreis Ernährungswirtschaft 2016 geht nach PM

29.06.2016

Im Rahmen des Tages der Ernährungswirtschaft sind zwei Unternehmen aus Potsdam-Mittelmark mit dem „Brandenburger Innovationspreis Ernährungswirtschaft 2016“ ausgezeichnet worden: die Werder Frucht GmbH aus Groß Kreutz und die IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH aus Nuthetal.

 

Die Werder Frucht GmbH wurde ausgezeichnet für die nachhaltige Gemüseproduktion unter Glas durch Wärme und CO2 aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Unternehmen suchte nach einem Partner im Land Brandenburg, um in der Nähe einer geeigneten Wärmequelle nachhaltig regionales Gemüse unter Glas anzubauen. Die HBB Holzbearbeitung Bralitz GmbH benötigte eine „Senke“ für die bei der Verbrennung und Verstromung von nachwachsenden Rohstoffen entstehende Wärme. Seit 2015 wachsen nun unter dem 4,6 Hektar großen Glasdach der neu gegründeten gemeinsamen Gesellschaft Gurken und Paprika. Das Besondere: Nicht nur die entstehende Wärme wird im Gewächshaus genutzt. Auch das bei der Verbrennung entstehende Rauchgas wird in einem besonders innovativen, weltweit einzigartigen Verfahren in seine Bestandteile aufgetrennt und das für das Pflanzenwachstum in Gewächshäusern benötigte CO2 dadurch nutzbar gemacht.

Die IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH erhielt den Preis für die Entwicklung von allergenfreien pflanzlichen Protein-Extrudaten. Dabei handelt es sich um Protein-Crispies, die allergen-, gentechnik- und zusatzstofffrei und als Basisprodukt sehr unterschiedlich im Endprodukt einsetzbar sind. Ein erheblicher industrieller Nutzen besteht in der zwölfmonatigen Lagerfähigkeit ohne Kühlung. Dadurch sinken die Produktionskosten gegenüber der traditionellen Fleischherstellung. Durch Zusatz von Algen kann die biologische Wertigkeit gegenüber tierischen Produkten erhöht werden. Das IGV bietet damit eine Lösung für Menschen, die vermehrt auf vegane und proteinreiche Ernährung setzen, Alternativen zu tierischen Produkten suchen und auf die Zusammensetzung der pflanzlichen Protein-Produkte achten. Zum Beispiel können die Proteinflakes sowohl für Müslis als auch im Fleischersatzbereich eingesetzt werden. Ebenso könnten sie in der Milchindustrie im Joghurt-Bereich, für Ergänzungs-Cerealien oder als Zutat für Protein-Riegel genutzt werden.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie unter: www.mwe.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.447835.de

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29.06.2016